Warum erleben wir uns als verantwortlich?
Die Spur der Freiheit
Spur 14 von 24 · Sehnsucht

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Aus dem Kreisen wird ein Weg. Freiheit heißt, auf das Gute zu antworten.
Warum erleben wir uns als verantwortlich? Ein Gedanke über Freiheit, Verantwortung, Gnade und die Berufung zur Wahrheit und Hingabe im Glauben.
Lies die ganze SpurDer Gedanke
Ein Mensch schließt eine Tür und weiß: Was hinter mir liegt, ist entschieden. Ein Mensch lässt ein Kind wählen und spürt: Egal wie es entscheidet, ich habe es ermöglicht. Jemand sagt im Streit Worte, die fortan zwischen ihm und dem anderen stehen. Danach sitzt er da und denkt: Ich hätte anders handeln können.
Diese Sätze gehören zum Innersten des menschlichen Lebens. Wir loben Treue, bereuen Verrat und bitten um ; darin liegt unsere Hoffnung, dass ein Mensch über seine Impulse hinaus dem Guten folgen kann.
Was dieser Gedanke nahelegt
Verantwortung setzt voraus, dass der Mensch eigene Antworten geben kann. Freiheit ist der Spielraum, den ein Mensch in seiner Lage hat. Freiheit zeigt sich, wenn ein Mensch das Gute erkennt und darauf antwortet, auch wenn Trägheit, Angst oder Gewohnheit ihn in eine andere Richtung ziehen. Wer Verantwortung übernimmt, erkennt seinen Anteil am Geschehen und steht dazu.
Ein ehrlicher Einwand
Wir erleben uns doch ständig als getrieben, fremdbestimmt, süchtig oder in Gewohnheiten gefangen. Wo bleibt da die Freiheit?
Eine Antwort
Prägung wirkt. Leib, Geschichte, Verletzungen, Erziehung und Umstände formen den Menschen tief. Auch unter diesen Bedingungen hat er einen eigenen Spielraum. Ein Süchtiger, der nüchtern wird, sagt: Ich habe angefangen zu antworten, wo ich zuvor einem Muster gefolgt bin. Unser ganzes moralisches Leben setzt voraus, dass der Mensch antworten kann. Seine Freiheit bleibt verwundet, begrenzt und auf angewiesen. Im Alltag handeln wir mit dieser begrenzten Freiheit und übernehmen Verantwortung.
Katholische Vertiefung
Der Mensch ist zur Freiheit berufen. Ihre Vollendung findet die Freiheit in der Liebe. Christus befreit den Menschen von der Knechtschaft der und der Angst. Die vollendet seine Freiheit und macht ihn frei für die Wahrheit und die Hingabe. Wer beichtet, übernimmt Verantwortung und bekennt seine Schuld vor Gott. Freiheit findet ihr Ziel im Guten.
Eine Frage an dich
Wann hast du zuletzt gespürt, dass dir in einer Situation eine eigene Antwort möglich war?
Ein schlichtes Gebet
Herr, mache mich frei für das Gute.
Seitenwege
Sehnsucht
Was wir ersehnen, lieben und verehren, führt über uns selbst hinaus.
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